Porträt einer Frau
1895 Musée de l'Orangerie, Paris
Über dieses Kunstwerk
Dieses Ganzkörperporträt zeigt eine Frau mit kurzem, dunklem Haar in einem dunkelblauen Kleid mit übertrieben puffigen Ärmeln und einem hohen gelben Kragen vor einem Hintergrund aus dichtem, stilisiertem Grün und einem hellblauen Himmel. Das Gemälde ist bemerkenswert für seine flache Perspektive und die traumartige Atmosphäre, die typisch für Rousseaus autodidaktischen Stil ist.
Wussten Sie schon?
Henri Rousseau, oft "Le Douanier" (der Zöllner) genannt, war ein autodidaktischer Künstler, dessen einzigartiger Stil die Avantgarde-Künstler zutiefst beeinflusste, obwohl er nie eine formale Ausbildung erhielt. Seine "naiven" Werke, wie dieses Porträt, zeichnen sich durch ihre traumartige, fast kindliche Qualität aus und zeigen oft üppige, fantastische Dschungel und starre, unblinzelnde Figuren. Die kleine Katze, die unten rechts mit einem Wollknäuel spielt, verleiht der ansonsten heiteren, weltfremden Szene eine unerwartete häusliche Note und unterstreicht Rousseaus unverwechselbare Mischung aus dem Gewöhnlichen und dem Außergewöhnlichen.
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Porträt einer Frau
Henri Rousseau, 1895